Einleitung
 
       

Zimmermannsgemäße Holzverbindungen sind traditionelle, handwerkliche Verbindungen, bei denen die zu übertragenden Kräfte über Druckkontakt und/oder Reibung weitergeleitet werden. Die bekanntesten sind:

  • Versatz
  • Zapfen-Verbindung
  • Blattverbindung
  • Schwalbenschwanz-Verbindung

Mit der Entwicklung moderner Verbindungsmittel haben die meisten zimmermannsgemäßen Verbindungen an Bedeutung verloren; nicht zuletzt aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes bei der Herstellung, sowie Ungenauigkeiten bei der manuellen Ausarbeitung der Verbindungsgeometrie aus dem Holz.

Nun sind aber im Laufe der Entwicklung hochleistungsfähiger, elektronisch gesteuerter Holzbearbeitungsmaschinen (hier seien die Maschinen der Firma Hundegger besonders erwähnt) und durch das Bereitstellen von technisch getrocknetem Bauholz (gemeint ist vor allem Konstruktionsvollholz sowie Brettschichtholz) diese zimmermannsgemäßen Verbindungen mit relativ geringem Aufwand an Kosten und Zeit herzustellen, wobei die Präzision jeder einzelnen Verbindung eine bisher nicht da gewesene Qualität erreicht. Im folgenden sei hier die Schwalbenschwanz-Zapfen-Verbindung hervorgehoben, die durch eine verdeckte Holz/Holz-Verbindung für den offen sichtbaren Anwendungsbereich besticht.

Die oben geschilderte maschinentechnische Entwicklung hat einige Firmen der Holzbaubranche dazu ermutigt, diese Schwalbenschwanz-Zapfen-Verbindung im Bereich sichtbarer Verbindungen wieder aufleben zu lassen und zu verwenden, um auf teure, wenig werkgerechte und optisch unansehnliche Stahlverbindungsmittel weitgehend zu verzichten. Anwendungszwecke sind vorzugsweise Nebenträger-Hauptträger-Anschlüsse wie z.B. Deckenbalken.